Kalorienarme Süßgetränke unterstützen gesündere Ernährung

Low calorie soft drinks help people to eat more healthily
Sigrid Gibson

7. März 2016: Gelegentlich wird behauptet, wenn man kalorienarme Süßgetränke trinkt, könne man bei seiner übrigen Ernährung die Kalorien erhöhen. Neue Erkenntnisse zeigen aber, dass die meisten Menschen vernünftiger sind, als diese Behauptung nahelegt.

In einem Bericht, der bei Nutrients veröffentlicht wurde, erläutert ein Forscherteam unter Leitung von Sigrid Gibson, seine sorgfältige Analyse von Daten von UK National Diet and Nutrition Survey zeige, dass sich Menschen, die sich für kalorienarme Süßgetränke entscheiden, insgesamt besser ernähren als diejenigen, die zuckergesüßte Getränke wählen.

National Diet and Nutrition Survey achtet besonders sorgfältig darauf, dass seine Versuchsgruppe für die Gesamtbevölkerung repräsentativ sind und dass die Daten genau wiedergeben, was die Menschen wirklich essen und trinken. Die weitere Analyse von Sigrid Gibson und ihren Kollegen basiert auf detaillierten Ernährungsprotokollen von 1.600 Erwachsenen über den Zeitraum von vier Tagen. Die Forscher konnten Unterschiede in der Nahrungsaufnahme derselben Person sowie zwischen verschiedenen Menschen untersuchen.

Interessanterweise ähneln sich diejenigen, die kalorienarme Getränke wählen und solche, die sich für zuckergesüßte Produkte entscheiden. Zwar gibt es einige kleine Unterschiede, jedoch sind beide Gruppen sich auffallend ähnlich hinsichtlich Alter, Geschlecht und sozio-ökonomischer Faktoren. Der große Unterschied liegt in ihrer Ernährung. Menschen, die kalorienarme Getränke bevorzugen, nehmen nicht mehr Kalorien zu sich als diejenigen, die überhaupt keine Süßgetränke konsumieren und durchschnittlich 241 Kalorien weniger als diejenigen, die zuckergesüßte Getränke trinken. Außerdem essen sie weniger Fett und mehr Protein.

„Eine der Stärken dieser Studie“, so Sigrid Gibson, „liegt in den belastbaren Ernährungsdaten, die wir vom National Diet and Nutrition Survey erhalten. Wir verlassen uns nicht auf Kaufstatistiken oder lediglich auf das Gedächtnis der Verbraucher. Wir legen Wert auf das Ergebnis, dass die Qualität der gesamten Ernährung mit der Entscheidung für ein kalorienarmes Getränk anstatt der kalorienreicheren Alternative scheinbar ansteigt.“